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Schultüte, Zuckertüte, Brauch, Deutsch
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Im Mittelpunkt / 26. August 2021

Die Zuckertüte oder Schultüte – Woher stammt dieser Brauch?

Wussten Sie, dass der Brauch, Schulanfängern eine Schultüte zur Einschulung zu geben, seit dem 19. Jahrhundert gepflegt wird? Doch was hat es mit dem Brauch auf sich und woher stammt er? Kennen Sie noch andere Bräuche zur Einschulung? Dann hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Der große Tag eines Schulkinds ist gekommen und auf keinen Fall darf die Schultüte fehlen. Sie gehört zu jeder Kindheitserinnerung dazu und bleibt den meisten in ihren schillernden Farben im Gedächtnis.

Der süße Inhalt sollte den Kindern das Leben in der Schule versüßen, und zwar auch an den weniger schmackhaften Tagen ihres Schullebens. Doch welchen Ursprung hat der Brauch und wo entstand er?

 

Die Schultüte oder Zuckertüte

Die kegelförmige Tüte besteht meist aus Pappe und ist für das kindliche Auge entsprechend bunt und ansehnlich gestaltet. Meist ist sie mit Süßigkeiten, Früchten, Stiften, Mäppchen und anderen nützlichen Dingen für den Schulalltag gefüllt.

Schultüte – Zuckertüte (Quelle: Pixabay)

 

Die Geschichte der Schultüte

Die Geschichte der Schultüte oder Zuckertüte ist bereits 200 Jahre alt, wobei sich die Tradition hauptsächlich in Mitteldeutschland, Thüringen und Sachsen verbreitete und von dort in die restliche Bundesrepublik gelang. Im Laufe der Zeit gelangte der Brauch dann auch nach Österreich und in die deutschsprachige Schweiz. Die ersten maschinell gefertigten Schultüten wurden im Jahr 1910 in Sachsen produziert. Heutzutage wurde die Hauptproduktionsstätte allerdings nach Bamberg verlegt.

 

Woher kommt der Brauch?

Schriftlich wurde die Schultüte erstmals im Jahre 1801 im Thüringer Wald erwähnt, dann 1817 in Jena und 1820 in Dresden. Der Brauch geht auf ein Kinderbuch namens „Zuckertütenbuch für Kinder, die zum ersten Mal in die Schule gehen“ von Moritz Heger zurück. In diesem Buch heißt es, dass der Lehrer den braven Schülern von einem Baum aus dem Keller eine Tüte pflückt.

Ganz sicher ist man sich jedoch nicht, denn eine andere Theorie besagt, dass es sich um eine jüdische Tradition handeln könnte. Hierbei ginge es um süßes Buchstabengebäck, welches an Psalm 119 erinnern soll.

 

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