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Interessantes / 15. Oktober 2020

Sprachfamilien

Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft unterscheidet zwischen verschiedenen Sprachfamilien, aus denen sich die heutigen Sprachen entwickelt haben. Die Gruppierung erfolgt nach dem Wortschatz und der Morphologie der verschiedenen Sprachen. Die deutsche Sprache hat ihren Ursprung in der indoeuropäischen Sprachfamilie.

 

Die indogermanische Sprachfamilie

Die meisten Sprachen, die innerhalb Europas gesprochen werden, gehören der Sprachfamilie der indoeuropäischen Sprachen an. Diese ist gegliedert in die baltischen (z.B. Lettisch, Litauisch) und slawischen (z.B. Slowenisch, Kroatisch), die keltischen (z.B. Irisch, Gälisch), anatolischen, romanischen (z.B. Spanisch, Italienisch, Französisch, Rumänisch) und germanischen Sprachen. Darüber hinaus gehören Griechisch, Albanisch, Armenisch und Tocharisch zur indogermanischen Sprachfamilie, obwohl sie nicht zu den obigen Unterkategorien zählen. Auch die indischen und iranischen Sprachen sind Mitglieder der indoeuropäischen Sprachfamilie.

 

Die größten Sprachgruppen in Europa sind die germanische, die romanische und die slawische Sprachgruppe. Die germanische Sprachgruppe wird weiterhin in die ost-, nord- und westgermanische Sprachgruppe unterteilt.

  • Ostgermanische Sprachen: Gotisch
  • Nordgermanische Sprachen: Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Isländisch und Färöisch
  • Westgermanische Sprachen: Deutsch, Niederländisch, Friesisch, Englisch und Jiddisch

 

Das Westgermanische

Das westgermanische Sprachgebiet wurde durch die hochdeutsche Lautverschiebung in zwei Teile unterteilt: den südlichen hochdeutschen Teil und den nördlichen niederdeutschen und niederländischen Teil. Der niederländische Teil übernahm die Lautverschiebung nicht. Die Dialekte an der nördlichen Linie – auch Benrather Linie genannt – behielten ihre ursprünglichen Konsonanten, wobei die Veränderung von ik zu ich stattfand, welche sich am stärksten durchsetzen konnte. Sie reichte bis nach Limburg.

 

Welche Sprachen in Europa gehören nicht zur indoeuropäischen Sprachfamilie?

Nur wenige Sprachen in Europa gehören nicht zur indoeuropäischen Sprachfamilie. Zu diesen zählt zum Beispiel das Finnisch, Lappländisch, Estnisch und Ungarisch, die eine eigene Gruppe bilden. Diese Gruppe wird als die finno-ugrische Sprachfamilie bezeichnet. Das Baskische hingegen ist eine isolierte Sprache, die keine verwandtschaftlichen Beziehungen zu anderen Sprachen hat.

 

 

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