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Feedback, Feedback geben, 5 Regeln, Formulierungsbeispiele
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Im Mittelpunkt / 08. Dezember 2022

5 Regeln, wie Sie am besten Feedback geben

Ein Feedback zu geben ist nicht immer einfach und kann für den Sender unangenehm sein. Daher kann es hilfreich sein, einigen Feedbackregeln zu folgen, um Widerstände zu überwinden und die Beziehung zu Mitarbeitern, Kollegen oder Freunden aufrechtzuerhalten.

Ein Feedback ist eine positive und/oder negative Rückmeldung des Senders an den Empfänger, dabei kann das Gesagte konstruktiv oder destruktiv wirken. Das Ziel eines guten Feedbacks sollt es jedoch stets sein, konstruktive Kritik zu vermitteln, die dem Sender bei der Weiterentwicklung und Verbesserung spezifischer Handlungs- und Arbeitsweisen helfen sollte.

 

Definition: Feedback geben

Ein Feedback ist eine Rückmeldung oder Beurteilung einer Person durch eine andere Person. Sie soll die Selbstwahrnehmung oder Selbsteinschätzung durch eine objektive Fremdeinschätzung ergänzen. Das Feedback kann Lob (positiv) und/oder Kritik (negativ) sein. Wer ein gutes Feedback gibt, bietet dem Empfänger einen wertvollen Mehrwert, was im Beruf unerlässlich ist. Allerdings ist das Feedback nicht immer willkommen, daher ist es besser, einige Regeln zu befolgen.

 

WWW-Regeln für das Feedback

Damit ein Feedback eine gewisse Wirkung erzielt und angenommen wird, kommen meist die WWW-Regeln zum Einsatz:

  1. Wahrnehmung schildern: Auf Sachebene die Fakten einer Arbeits- oder Verhaltensweise schildern, ohne dabei Wertungen zu machen. Anschließend die eigene Sicht verdeutlichen und die persönliche, individuelle Wahrnehmung formulieren (z.B. es macht den Anschein, dass…, mir ist aufgefallen, dass …).
  2. Wirkung aufzeigen: Nun folgt die Bewertung der Verhaltens- bzw. Arbeitsweise. Hier können Ich-Botschaften hilfreich sein (z.B. Ich empfinde das als … und denke, dass …).
  3. Wunsch formulieren: Einen Appell an die Person richten und verdeutlichen, was von ihr in Zukunft erwartet wird (z.B. Ich wünsche mir, dass …).

 

Feedback geben und 5 Regeln beachten

Damit das Feedback richtig aufgefasst wird, gibt es neben den WWW-Regeln weitere 5 Regeln, die man beachten sollte.

  1. Für einen Überblick sorgen: Bevor man andere belehrt und ein Feedback gibt, sollte man sich einen objektiven Überblick verschaffen. Nur so kann die Angelegenheit kompetent  beurteilt werden. Hierbei kann man dem Leitsatz des Sokrates folgen: (1.) Ist das Gesagte wahr, (2.) habe ich gute Absichten und (3.) ist es nützlich?
  2. Den richtigen Zeitpunkt und Ort wählen: Ungebetener Rat ist immer ein schlechter Rat, d.h. er muss in gewisser Maßen vom Empfänger gewollt sein. Jedoch sollte das Feedback möglichst zeitnah erfolgen, da ansonsten der Bezug zur Situation verloren geht. Außerdem sollte auch der Ort für das Feedback stimmen und unter vier Augen stattfinden. Zwischen Tür und Angel sowie im Beisein anderer sollte das Gespräch nicht stattfinden.
  3. Ich-Botschaft formulieren: Konstruktive Kritik muss konkret sein; Pauschalisierungen sind fehl am Platz. Hierbei sollte das Feedback subjektiv – am besten als Ich-Botschaft - formuliert sein (z.B. Ich habe den Eindruck, dass…; Mir scheint, dass…; Ich habe beobachtet, dass…). Man sollte von den persönlichen Beobachtungen sprechen und erläutern, wie man es selbst regeln würde.
  4. Perspektiven zeigen: Lösungen anbieten oder erläutern, wie eine Handlungsweise verbessert oder geändert werden kann. Zeigen Sie Wege auf, um den Empfänger der Botschaft nicht allein zu lassen. Bleiben Sie dabei sachlich neutral, ohne die Person herabzuwürdigen, zu beleidigen oder zu bewerten.
  5. Nachfragen: Keine absoluten Formulierungen als Weisheit oder unangreifbare Wahrheiten äußern. Prüfen Sie, was die Person verstanden hat und wie sie das Feedback aufgenommen hat, um Missverständnisse sofort aus dem Weg zu räumen. Nachfragen hilft: Ist das für Sie nachvollziehbar und verständlich? Würden Sie etwas anderes vorschlagen? Wie ist Ihre Meinung dazu?

 

Formulierungsbeispiele

  • „Mir ist kürzlich aufgefallen, dass …“
  • „Obwohl ich Sie und Ihre Arbeit sehr schätze, hat mir diesmal nicht gefallen, dass …“
  • „Ich finde, dass Sie im Vergleich zu …“
  • „Ich fände es besser, wenn Sie nächstes Mal …“
  • „Mir ist aufgefallen, dass …“
  • „Über Unterstützung würde ich mich freuen …“
  • „Eventuell könnten wir XYZ optimieren/verbessern …“
  • „Ich würde mich freuen, wenn Sie …“
  • „Ich hätte mir mehr gewünscht, dass …“

 

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