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Wirtschaftsdeutsch, Fachterminologie, Fachsprachlichkeit
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Im Mittelpunkt / 11. November 2021

Was Sie über die Geschäftssprache wissen sollten!

Nachdem Sie bereits unseren ersten Teil zum Thema Wirtschaftsdeutsch gelesen haben sollten, möchten wir einige weitere Aspekte dieses sprachwissenschaftlichen Bereichs untersuchen. Im folgenden Artikel soll es weniger um den Ursprung und die Definition von Wirtschaftsdeutsch gehen, sondern vielmehr um sprachliche Charakteristika und Besonderheiten. Haben Sie Anmerkungen zum Thema? Dann hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

 

Im ersten Teil unseres Artikels zum Wirtschaftsdeutsch haben wir Einblicke in die Bedeutung von Wirtschaftsdeutsch gegeben und eine begriffliche Einteilung vorgenommen, wie Wirtschaftsdeutsch definiert werden kann. Im zweiten Teil soll es nun um die drei Ebenen der Fachsprachlichkeit gehen, in welche die Fachsprache der Wirtschaft eingeteilt werden kann. Anhand dieser Einteilung sind auch die Besonderheiten und einige Charakteristika erkennbar.

 

Wirtschaftsdeutsch im Hinblick auf die Fachsprachlichkeit

Die Fachsprachlichkeit gilt als „sprachliche Qualität", die an das Sprachsystem, an die Sprecher, an den Handlungskontext und an die Kommunikationssituation gebunden ist. Das Wirtschaftsdeutsche ist hinsichtlich des Grads der Fachsprachlichkeit in drei Ebenen zu unterteilen.

  1. die wissenschaftlich-theoretische Wirtschaftssprache mit hoher Fachsprachlichkeit, die einen sehr hohen Anteil an Fachterminologie sowie eine streng determinierte Syntax aufweist und Kommunikationsmittel für die theoretisch-wissenschaftliche Kommunikation der Wirtschaft bietet. Typische Textsorten sind z.B. Monografien, Lehrbücher und Fachartikel.
  2. die wirtschaftsbezogene Berufssprache mit mittlerer Fachsprachlichkeit, die einen hohen Anteil an Fachterminologie sowie eine relativ ungebundene Syntax besitzt und Kommunikationsmittel für die institutionelle Kommunikation der Wirtschaft bietet. Vertretende Textsorten sind z.B. Protokolle, Verträge, Geschäftsberichte, Geschäftsbriefe, Imagebroschüren, technische Dokumentationen, Geschäftsverhandlungen und Wirtschaftstelefonate.
  3. die wirtschaftsbezogene Umgangssprache mit niedriger Fachsprachlichkeit, die einige Fachtermini sowie eine ungebundene Syntax zur Verfügung hat und Kommunikationsmittel für die Kommunikation zwischen Konsumption und Wirtschaftsinstitutionen bietet. Wichtige Textsorten sind z.B. Artikel der Wirtschaftspresse, Bedienungsanleitungen, Wirtschaftswerbungen, Verkaufsgespräche und Bewerbungsgespräche.

 

Sprachliche Beispiele für Wirtschaftsdeutsch – Wörter und Phrasen

  • ein Ombudsmann
  • eine Firma
  • ein Freiberufler
  • ein Geschäftsbrief
  • ein leitender Angestellter
  • eine mangelnde Arbeitsleistung
  • Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • ein P-Konto
  • Prozessorganisation
  • eine salvatorische Klausel
  • Tigerstaaten
  • unverbindliche Preisempfehlung
  • Ablauforganisation
  • Absatz
  • Absatzmarkt
  • ROI (Return on Investment)
  • außerplanmäßige Wertminderungen betrieblicher Vermögensgegenstände des Anlage- oder Umlaufvermögens in einer Abrechnungsperiode
  • Aufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Vermögensgegenstands
  • Absetzung für Abnutzung (AfA)

 

Weiterführende Links und Übungen

 

 

Mehr dazu erfahren Sie im ersten Teil unseres Fachartikels 
zum Thema Wirtschaftsdeutsch.

 

 

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