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Sprichwörter, Phrasen, Namen, Vornamen, Nachnamen, August
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Interessantes / 09. Februar 2023

Vor- und Nachnamen in Sprichwörtern – Hinz und Kunz

Hinz und Kunz – viele Namen sind sprichwörtlich und haben meist einen religiösen oder biblischen Kontext. Vom ungläubigen Thomas bis hin zum dummen August. Welche Namen in Sprichwörtern kennen Sie? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar mit Ihren Vorschlägen!

Beginnen wir doch mit einem beliebten Sprichwort unserer Großeltern: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Doch mit dem Namen Hans gibt es einige Redewendungen und Sprichwörter.

  • Ein Hanswurst ist ein dummer Mensch, den man nicht ernst nimmt, der sich lächerlich macht.
  • Die Geschichte von „Hans-Guck-in-die-Luft“ erzählt die Geschichte vom stets geistesabwesenden Schüler Hans, der ständig in den Himmel schaut, nicht auf den Weg achtet und am Ende in den Fluss fällt.
  • Ein „Faselhans“ wird abwertend für jemanden genutzt, der viel faselt/dummes, wirres Zeug redet.
  • Ein „Prahlhans“ ist jemand, der gerne prahlt.
  • „Bei jemandem ist Schmalhans Küchenmeister“ bedeutet, dass jemand entweder aus Armut für Nahrungsmittel nicht viel Geld ausgeben kann oder weil er aus Geiz spart.
  • Als „Hansdampf in allen Gassen“ wird umgangssprachlich ein aktiver, vielseitiger und umtriebiger Mensch bezeichnet, ein Tausendsassa bzw. ein Generalist.

 

Fritze

  • Der Kleckerfritze ist jemand, ein besonders kleiner Junge, der beim Essen kleckert.
  • Meckerfritze
  • Nörgelfritze
  • Trödelfritze
  • Versicherungsfritze

 

Liese

  • Meckerliese
  • Schnatterliese
  • Trödelliese
  • Zimperliese

 

Peter

  • Hackepeter
  • Miesepeter
  • Struwwelpeter
  • Ziegenpeter
  • Wackelpeter

 

Hinz und Kunz

Weiter geht mit der Redensart „Hinz und Kunz“, was umgangssprachlich abwertend für „jedermann“ oder „alle möglichen Leute“ genutzt wird: „Bald wussten es Hinz und Kunz“ oder „wenn wir damit anfangen, kommen bald Hinz und Kunz und wollen mitmachen“. Die feinere Variante für Gebildete ist „Krethi und Plethi“.

 

Der freche oder stolze Oskar

Sie kennen sicherlich die Redewendung „stolz sein wie Oskar“ oder „frech sein wie Oskar“. Doch was hat es mit diesem Oskar auf sich? Hinter dem frechen Oskar steht der Berliner Kritiker Oskar Blumenthal (1852–1917), der sich durch freche Veröffentlichungen einen Namen gemacht hat. So sicher ist der Ursprung aber nicht, denn es könnte auch aus dem Jiddischen kommen. Hier heißt „Ossoker“ so viel wie „freche Person“. Neben frech wie Oskar gibt es auch noch die Redewendung „stolz wie Oskar sein“.

 

Der Barthel

Wo der Barthel den Most holt heißt so viel wie einen schnellen Durchblick haben und reagieren. Das Sprichwort bezieht sich auf einen Leipziger Gastwirt namens Barthel, der auf einen Getränkeengpass umgehend reagieren konnte, indem er zu seinen Brüdern nach Meißen fuhr und für Nachschub sorgte. Des Weiteren ist Most eine Ableitung des hebräischen Wortes „maoth“, was „Münze“ bedeutet und an unser Wort „Moos“ für Geld erinnert. Das Gaunerwort „Barsel“ steht für „Brecheisen“.

 

Einen Bernhard machen

Die Redewendung „einen Bernhard machen“ stammte aus der Fachsprache der Steinmetze und bezeichnete einen falsch gehauenen Stein. Wurde ein Stein aufgrund falscher Maße und Einschätzungen verhauen, entstand ein wertloser „Bernhard“, der verspottet wurde. Der Steinmetz musste dann zu allem Übel auch einen „Leichentrunk“ spendieren.

 

Weitere Namen als Sprichwörter

  • Seinen Friedrich Wilhelm oder Otto drunter setzen, bedeutet etwas unterschreiben.
  • Ich will Emil heißen, wenn …
  • Ich will Meier heißen, wenn …
  • Der Tante-Emma-Laden …
  • Der dumme August
  • Der ungläubige Thomas
  • Flotter Heinrich oder flotter Otto
  • Otto-Normalverbraucher
  • Gib mal den Otto rüber!
  • Es sieht aus wie bei Hempels unter dem Sofa.
  • Der Iwan steht für „die Russen“.
  • Der wahre Jakob.
  • Graf Koks von der Gasanstalt.
  • Suppenkaspar
  • Zappelphilipp
  • Frau Meier (Toilette)
  • Mensch Meier!

 

Bonus: Sprichwörter mit „Namen“

Wir haben einen kleinen Bonus für Sie vorbereitet, denn es gibt nicht nur Sprichwörter mit Namen wie Hans, August, Emma und Thomas, sondern auch Sprichwörter mit dem Wort „Namen“.

  • Alles, was Rang und Namen hat.
  • Dem Kind einen Namen geben.
  • Die Dinge beim Namen nennen.
  • Seinen Namen für etwas hergeben.
  • Namen sind Schall und Rauch.
  • Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.

 

Sie sind dran!

Wir sind uns sicher, dass wir einige Sprichwörter mit Namen vergessen haben. Welche Namen kennen Sie, die sprichwörtlich sein können? Diskutieren Sie Ihre Vorschläge im Kommentarbereich! Wir sind gespannt.

 

 

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